Schweinfurt

Schweinfurt ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken des Freistaats Bayern. Die wichtigste Industriestadt Nordbayerns und Hafenstadt am Main ist Oberzentrum, Verwaltungssitz des Landkreises Schweinfurt, Teilstandort zweier Landesbehörden und Hochschulstadt. Wikipedia

Das Rathaus der Stadt Schweinfurt liegt am Markt in der Altstadt und steht unter Denkmalschutz. Es gilt als Glanzleistung der profanen deutschen Renaissance und ist das Hauptwahrzeichen der Stadt. Das Gebäude wurde von 1570 bis 1572 im Stil der Renaissance errichtet, im Zuge des Wiederaufbaus der Stadt nach ihrer Zerstörung im Zweiten Markgräflerkrieg 1554. Architekt war Nickel Hoffmann, einer der bedeutenden Meister zwischen Spätgotik und Renaissance im mitteldeutschen Raum. Es überdauerte die Jahrhunderte weitgehend unbeschädigt, auch den Zweiten Weltkrieg, in dem ein Teil der Gebäude der umliegenden Altstadt zerstört wurden.

Der Name entstand im Volksmund. Man nannte den Platz Roßmarkt oder auch Viehmarkt, da auf diesem Platz sowohl Vieh- als auch Pferdemärkte abgehalten wurden. Spätesten Ende des 16. Jahrhunderts hatte der Platz diesen Namen. In den Stadtschreiberprotokollen des Jahres 1569 wurde er allerdings Viehmarkt genannt. Im Stadtplan Merian aus dem Jahr 1648 ist er als „Roßmarkt“ eingetragen. Bis zum Jahr 1896 hielt man hier Pferde- und Viehmärkte ab. Danach wurden diese Märkte vorrübergehend auf den Bleichrasen verlegt und schließlich ab 1897 auf den Viehhof , der nördlich der Kunsthalle angesiedelt war. Der Roßmarkt ist seit dem 13. Mai 1962 zentraler Busbahnhof.

Auf dem Marktplatz erhebt sich das Denkmal eines der berühmtesten Söhne der Stadt – Friedrich Rückert. Der Dichter und Orientalist, dessen Geburtshaus an der Südost-Ecke des Marktplatzes steht, überblickt schon seit 1890 das Treiben auf dem belebten Platz. Das Denkmal wurde vom Architekten Friedrich Ritter von Thiersch und dem Bildhauer Wilhelm von Rühmann geschaffen. Zu Füßen des bronzenen Rückerts befinden sich allegorische Figuren aus seinen Werken, „Geharnischte Sonette“ und  „Weisheit des Brahmanen“.

Ein kleines Stück Stadtmauer wurde im Jahre 2012 wieder hergerichtet. Dieses ca. 2 Meter starke Mauerwerk grenzte in reichsstädtischer Zeit den davor liegenden Wassergraben zur Spitalkirche ab. Die Mauer umschließt heute den Pfarrgarten Heilig- Geist und hatte bis Anfang des 19. Jahrhunderts starke hochragende Zinnen, die jedoch der damalige Pfarrer beim Anlegen des dahinter liegenden Gartens eigenmächtig abtragen ließ.

Das Zeughaus befindet sich in der Mitte eines dreieckigen Platzes, im nordwestlichen Bereich der Schweinfurter Altstadt, unweit der hier in Teilen noch erhaltenen Stadtmauer und des Theaters. 1647 wurde Schweinfurt während der Belagerung durch schwedische Truppen unter Carl Gustav Wrangel mit Kanonen beschossen; zahlreiche Dächer und die Stadttürme, vor allem das Obertor, trugen Schäden davon. Daran erinnern mehrere Kanonenkugeln, die man aus der Westfassade des Zeughauses herausspitzen sieht.

Zwischen Theater und Kunsthalle im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad befindet sich an der historischen Stadtmauer Schweinfurts gelegen der Châteaudun-Park. Liebevoll gepflegt und mit einem Spielplatz für die Kinder ist er ein grüner Mittelpunkt der Stadt. Seinen Namen hat der Park von der französischen Partnerstadt Schweinfurts Châteaudun, die etwa 15.300 Einwohner zählt. Die Stadt Schweinfurt organisiert jedes Jahr mehrere Veranstaltungen zusammen mit ihrer Partnerstadt.

Um dem Main in Schweinfurt möglichst nahe zu sein, bietet sich ein kleiner Spaziergang auf der Gutermann-Promenade an. Benannt nach dem Schweinfurter Lehrer und Heimatforscher Hubert Gutermann (1892–1974), führt der Spazierweg mit eingefasster Grünanlage entlang dem nördlichen Mainufer unterhalb der Altstadt. Auf der Promenade findet man zudem zahlreiche industrie- und technikgeschichtliche Denkmäler. Ein historischer Handdrehkran aus dem Jahr 1852 diente in früherer Zeit dazu, Schiffe zu be- und entladen. Seit 1962 steht er an seinem heutigen Platz und dient nicht zuletzt als Blickfang an der Schiffsanlegestelle des „Meedämpferles“. Einige hundert Meter weiter erwartet den Spaziergänger das Walzenwehrdenkmal.

Das unter Denkmalschutz stehende Willy-Sachs-Stadion ist ein Fußballstadion mit Leichtathletikanlage und Sportpark in Schweinfurt. 1936 eröffnet und 2001 modernisiert hat es heute eine Kapazität von 15000 Zuschauern. Das städtische Stadion ist seit seiner Eröffnung Heimstätte des 1. FC Schweinfurt 05.

Der Zürch (Ortsangabe: im Zürch) ist ein Ortsteil in der kreisfreien StadtSchweinfurt und Teil der Altstadt. In den Annalen taucht der Name Zürch erstmals im Jahre 1377 auf. Das baulich wie historisch eigenständige Altstadt-Quartier, mit weithin erhaltenem Ortsbild, ist ein ehemaliges Burgenviertel. Es ist entweder das älteste oder nach dem Fischerrain das zweitälteste mittelalterliche Viertel der heutigen Altstadt, was bisher nicht geklärt werden konnte. Vorchristliche Funde erster Besiedlungen gab es in beiden Quartieren. Die über 300 Jahre alte Zürcher Kirchweih gilt als eine der ältesten Kirchweihen Unterfrankens.

In der Adventszeit verwandelt sich der Schweinfurter Marktplatz in einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Das beleuchtete historische Rathaus und ein riesiger Weihnachtsbaum sorgen für eine besinnliche Stimmung. An den ca. 50 Verkaufsständen werden Weihnachtsdekoration wie Christbaumschmuck, Krippen oder Wachskerzen, Geschenkartikel wie Korb-, Keramik- und Glaswaren sowie Spezialitäten wie Brände und Liköre angeboten. Für das leibliche Wohl der Besucher werden fränkische Spezialitäten wie herzhafte Bratwurst und Glühwein bereit gehalten.

Wie schon im Mittelalter ist der Marktplatz noch heute ein zentraler und belebter Ort des städtischen Handels. Noch immer kommen an den Markttagen Gemüse- und Obstbauern aus dem Landkreis Schweinfurt auf den Schweinfurter Markt, um ihre Waren anzubieten. Seit den 70er Jahren ist der Marktplatz komplett als Fußgängerzone ausgewiesen. Beim Schlendern überden Marktplatz kann man übrigens zahlreiche regionale Spezialitäten genießen.

Der Marktplatz in Schweinfurt ist geprägt von den vielen historischen und teilweise denkmalgeschützen Gebäuden. An 5 Tagen in der Woche ist zudem hier der Wochenmarkt, der sehenswert ist und viele Produkte aus dem direkten Umland anbietet. Der Marktplatz ist das Zentrum der Altstadt und Platz für einige der schönsten Sehenswürdigkeiten der Satdt, wie das alte historische Rathaus, das Geburtshaus des berühmten Dichters Friedrich Rückert und man findet auch viele Cafes zum Sehen und Gesehen werden.

Der Vorgang des Brauens – die Umwandlung von natürlich gewonnenem Stärkezucker in Alkohol – hat sich in den vergangenen knapp 500 Jahren des Bierbrauens nach dem deutschen Reinheitsgebot nicht geändert. Nach wie vor dürfen nur die vier Rohstoffe – Braumalz, Hopfen, Wasser und Hefe für das deutsche Bier verwandt werden; jedoch hat sich der Prozeß des Brauens im Laufe der Jahrhunderte zunehmend weiterentwickelt – bis hin zur heutigen Vervollkommenung. Besonders den Bereichen der Brauwissenschaft und der Brauereitechnologie gebührt dabei ein außergewöhnliches Lob. Grundlegend bis heute ist, daß auch bei hochmoderner Bierproduktion in Deutschland ohne Zusatzstoffe oder Malzersatzstoffe gebraut wird. Dafür bürgt das deutsche Reinheitsgebot von 1516, die älteste Lebensmittelvorschrift der Welt.

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