KZ THERESIENSTADT

Das KZ Theresienstadt, auch Lager Theresienstadt bzw. Ghetto Theresienstadt, wurde von den deutschen Besatzern im Jahr 1941 eals Sammel- und Durchgangslager eingerichtet.
2.500 Menschen starben im Lager nach Folter, Krankheiten oder aufgrund der Arbeits- und Lebensbedingungen, 250 Insassen wurden in der Festung selbst „hingerichtet“.
Die Nationalsozialisten nutzten die vorhandene Infrastruktur aus und „perfektionierten“ den Ort in ihrem Sinne. Sie bauten ihn zu einem Bestandteil ihres Repressions- und Vernichtungsapparates aus. Zu Anfang gab es nur männliche Häftlinge, doch nach dem Attentat auf Hitlers Statthalter Heydrich wurde im Juni 1942 noch eine Frauenabteilung eingerichtet.
In der Kleinen Festung wurden bis Kriegsende überwiegend Tschechen festgehalten. Von den zunächst dort Gefangenen kamen etwa 8.000 in anderen Konzentrationslagern ums Leben, in die sie bis zum Ende des Krieges deportiert wurden.
In der Kleinen Festung wurden bis Kriegsende überwiegend Tschechen festgehalten. Von den zunächst dort Gefangenen kamen etwa 8.000 in anderen Konzentrationslagern ums Leben, in die sie bis zum Ende des Krieges deportiert wurden.
2.500 Menschen starben im Lager nach Folter, Krankheiten oder aufgrund der Arbeits- und Lebensbedingungen.
Bis Herbst 1942 wurden die Toten in Massengräbern vor den Schanzen der Stadt bestattet. Etwa 9.000 Opfer wurden auf diese Weise begraben. Ende 1942 ließ die Lagerleitung ein Krematorium errichten, um die Verstorbenen aus der Garnisonsstadt und der Kleinen Festung – später auch aus dem KZ-Außenlager Leitmeritz des KZ Flossenbürg – dort zu verbrennen.
Zur Zeit der größten Sterblichkeit arbeiteten hier bis zu 18 Personen, die sich in ununterbrochenem Schichtdienst Tag und Nacht ablösten.
Die Diensthabenden schoben den Leichnam ohne Sarg bzw. ohne dessen Oberteil in den Verbrennungsofen. Er verbrannte nur mit dem Brett, auf dem er befestigt war. Der Rest des Sargs konnte aus Sparsamkeitsgründen mehrmals verwendet werden. Mit einiger Verspätung gelangten jene Toten zur Einäscherung, für die eine Obduktion angeordnet worden war. Durch das Öffnen des Leichnams konnten die hier inhaftierten Ärzte vor allem in nicht ganz eindeutigen Fällen die Todesursachen feststellen. Das an den Öfen diensthabende Personal bemühte sich, die sterblichen Reste jedes Eingeäscherten gesondert aus dem Ofen zu schüren, damit sie in einem individuellen Behältnis geborgen werden konnten. Dabei mussten sie die Asche nach Goldbruchstücken (Zahnkronen und Prothesen) durchsuchen, diese aussammeln und der SS-Kommandantur übergeben.
Über den Ablauf der Verbrennung in den einzelnen Öfen wurden Tagesprotokolle geführt. Auch jede Urne mit der Asche eines Häftlings wurde mit den wichtigsten Angaben über den Eingeäscherten versehen. Sie wurden von den Zetteln abgeschrieben, die man an den Beinen der Toten befestigt hatte, und enthielten den Namen mit der Transportbezeichnung und die entsprechende Verbrennungsnummer. Dann durften die Urnen, sie bestanden zumeist aus Pappe, im Kolumbarium eingelagert werden. Das Kolumbarium befand sich im Festungswall. Hier standen bis Ende 1944 in Holzregalen Tausende Urnen gedrängt nebeneinander, und die Häftlinge nahmen an, dass man sie nach dem Krieg würdig begraben werde. Doch als die Nationalsozialisten damit begannen, die Spuren ihrer Verbrechen in Theresienstadt zu beseitigen, ordnete im November 1944 die Lagerleitung an, die Asche von 22.000 Häftlingen in die Eger zu werfen.

Alle Fotos ©lotharillig
Text auszugsweise aus wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Theresienstadt

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