Bibra, Thüringen

Im Tal des gleichnamigen Baches, ca. 12 km südlich von Meiningen, liegt der ehemals reichsritterschaftliche Ort. Im Jahr 825 wurde Bibra das erste mal in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda urkundlich erwähnt. Durch Kaiser Friedrich III. wurde 1486 das Marktrecht verliehen, seitdem wurde in Bibra Markt betrieben. Die wechselvolle Geschichte des Dorfes überstanden drei bedeutende Bauwerke: die Burg, das Untere Schloss und die Kirche.


KIRCHE ST. LEO
Die St.-Leo-Kirche ist über die Grenzen Thüringens hinaus bekannt durch die Ausstattung mit Schnitzwerken aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders (ca. 1460-1531). Drei farblich gefasste Schnitzaltäre und weitere Schnitzfiguren werden seiner Hand zugeschrieben. Die aufwändig verzierte Kanzel wie auch der Taufstein, das Sakramentshäuschen und die Fenster im Kirchenschiff sind ein Beleg für die handwerkliche Kunstfertigkeit an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Die stimmgewaltige Orgel ist im Jahr 1855 vom Orgelbaumeister Schmidt aus Schmiedefeld gefertigt worden.

BURG BIBRA
ist ein fränkischer Königshof. Eine quadratische Anlage mit äußerer und innerer Umfassungsmauer, so, wie es dem fränkischen Siedlungswesen entsprach. Zwischen beiden Wallmauern ein ca 8 Meter breiter, grüner Graben. Ein lauschiger Innenhof, abgeschlossen von der Außenwelt, wenn die Burgtore geschlossen sind.
So bietet dieser Ort eine ideale Gelegenheit zum Rückzug, zur Stille, zur Besinnung.

UNTERES SCHLOSS
Es wurde 1525 im Bauernkrieg zerstört und 1558 erfolgte der Wiederaufbau. Deshalb „Neues Schloss“.