Nachher kommt ja das dritte „Triell“. Viel neues wird es ja nicht geben, alles wurde in etlichen Sendungen bereits gesagt. Vermutlich wird sich die Diskussion in persönlichen Anschuldigungen verlieren. Jeder Kanzlerkandidat wird erklären warum seine Partei nicht mit der oder der Partei koalieren wird (um es dann nach der Wahl ja doch zu tun). Doch lassen wir uns überraschen….

Momentan wird in politischen Kreisen über einen Wiedereinstieg in die Atomkraft diskutiert. Man ist zu der glorreichen Erkenntnis gekommen, das nur so ein emissionsarmes Erreichen der Klimaziele möglich sei. Dies belegten auch Zahlen aus den Nachbarländern.
Also mal ehrlich: Genau DAS wurde beim damaligen Ausstieg bereits vorausgesagt. Keiner der Politiker wollte das damals einsehen, geschweige denn verstehen. Man verrannte sich ja auf dem deutschen Sonderweg, wollte der Welt mal wieder das innovative Deutschland zeigen und eine Vorreiterrolle spielen, setzten meist stillstehende Windräder und kilometerlange Solaranlagen in die Landschaft. Das Ergebnis ist bekannt, die selbstproduzierte Stromerzeugung ist bei weitem nicht ausreichend und man Strom aus dem Ausland zukaufen. Ironíscherweise Atomstrom. Denn die Nachbarländer sind bei ihren Atomkraftwerken geblieben, forcierten sogar den Ausbau. Und genauso wird es uns wohl gehen in der Gas- und Kohletechnik. Und so wird das einst wirtschaftlich mächtige Deutschland immer abhängiger werden.

Presseschau
„Deutschland steht kurz vor einer großen Veränderung“, titelt die polnische GAZETA WYBORCZA: „Der wahrscheinliche Wahlsieg des Sozialdemokraten Scholz wird das Land in völlig unbekannte Gewässer treiben. Dass die Deutschen, die plötzliche Veränderungen sonst überhaupt nicht mögen, so willig diesen Weg gehen, ist die größte Überraschung des diesjährigen Bundestagswahlkampfs. Scholz verhält sich so, als sei er bereits der Merkel-Nachfolger. Seine Reden strahlen Ernsthaftigkeit, Ruhe und Selbstbewusstsein aus. Der joviale Laschet wirkt dagegen fad. Er ist ein warmherziger Mann – er wäre für viele ein Traumnachbar. Aber die Macht in seine Hände zu legen, würde bedeuten, das Land in einer Starre verharren zu lassen, in der es seit einiger Zeit feststeckt“.

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