THEMEN Q4-2021


Abschaffung kleiner Cent-Münzen würde Einkaufszeit für Senioren um 40 Prozent verkürzen

Brüssel (dpo) – Geht es bald schneller an der Supermarktkasse? Wie eine von der EU in Auftrag gegebene Studie ergab, würde die derzeit in Europa diskutierte Abschaffung von 1- und 2-Cent-Münzen die durchschnittliche Einkaufszeit von Menschen über 65 Jahren signifikant verringern. Bei einem 20-minütigen Einkauf etwa könnten acht mühsame Minuten allein beim Bezahlen an der Kasse eingespart werden – das entspricht 40 Prozent der Einkaufszeit. „Ein typischer Rentner trägt zu jedem gegebenen Zeitpunkt zwischen einem und vier Kilo Kupfermünzen bei sich“, erklärt Alterswissenschaftlerin Hannelore Behrens. So erkläre sich auch die eigentümlich gebeugte Haltung und motorische Trägheit vieler alter Menschen.

Hätten wieder mehr Zeit für Arztbesuche: Rentner „Ohne die kleinen Cent-Beträge können Senioren endlich wieder einen unbeschwerten Alltag genießen, dessen Höhen und Tiefen sich nicht mehr an der Supermarktkasse abspielen“, so Behrens. Kassierer und Kunden sollten sich aber zumindest für die nächste Zeit noch keine allzu großen Hoffnungen machen: Aufgrund der hohen Kleingeldreserven europäischer Rentner könnte es selbst bei einer sofortigen Abschaffung noch bis zu 12 Jahre dauern, bis alle kleinen Cent-Münzen aus dem Zahlungsverkehr verschwunden sind.

Dies ist ein „Gastbeitrag des Postillon“ aus dem Jahr 2013


Das Jahr im Rückblick

2021 ist das Jahr der Rückkehrer. Abba, Wetten…dass, TV Total, der Zonk.

Im Gedächtnis bleibt auch der Junge, der im Sommer den AfD-Vordenker Tino Chrupalla nach seinem Lieblingsgedicht gefragt hatte. Aber der hatte natürlich keins gewusst. Und dann noch, das im Zoo von Wladiwistock eine Katze acht verwaiste Igelbabys adoptiert hat.

Im TV ein Jahresrückblick mit mehr oder minder illustren Gästen. Bushido war da und sagte, er sei sehr prädestiniert, meinte aber womöglich privilegiert. Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev war da und sprach über Protestanten, meinte aber womöglich Protestierende. Boris Becker war da und sagte, was er in jedem der vergangenen 25 Jahre hätte sagen können: „Tennis ist ein sehr psychologisches Spiel.“ Der deutsche Nobelpreisträger Benjamin List präsentierte, simultan zu Jauch, einen Handstand, die Journalistin Theresa Breuer berichtete von ihrer bemerkenswerten Luftbrücke, mit der sie 1000 Menschen aus Afghanistan gerettet hat, dass 2021 an die Taliban zurückgefallen ist.

Vielleicht ist es auch noch zu früh für einen Rückblick, es kann noch einiges passieren. Gute 3 Wochen bleiben noch, in denen es zu allem und alles kommen kann. Der Tsunami fiel 2004 am zweiten Weihnachtstag über die asiatischen Küstengebiete her, das Diktatorenpaar Ceaușescu wurde 1989 am ersten Weihnachtstag hingerichtet. Ereignisse, die in so einem Rückblick einfach hintenüberfallen. Aber wie schon unser (Fußball-) Kaiser sagte: „Schau mer mal!“


Lewandowski und die Bundesliga

Bei der Auszeichnung zum Fußballer des Jahres kann es nur einen Gewinner geben: Robert Lewandowski. So war die Wahrnehmung bei Lewandowski, beim FC Bayern, in Deutschland. War aber nicht so…

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Das Problem ist wohl, das die Bundesliga international nicht mehr so richtig wahrgenommen wird, ja sogar ein Image-Problem hat. Bereits im Vorjahr hätte Lewa gewinnen können, vermutlich hätte es auch geklappt mit 7 gewonnenen Titeln in einer Saison. Die Wahl war aber Coronabedingt ausgefallen. Großes Pech.
In diesem Jahr nun nur ein Titel mit den Bayern – der längst bedeutungslose Meistertitel in Deutschland – ein frühes Ausscheiden in der Champions League, eine schwache Europameisterschaft. Dagegen Messis historische Leistung mit Argentinien, dem Gewinner der Copa in diesem Sommer. Das glitzert mehr als der 41-Tore-Rekord in der Bundesliga, der national historisch war, aber international nur zur Kenntnis genommen wurde. Da waren Gerd Müllers Tore nur ein Rekord, den es zu schlagen galt, und nicht etwas, was für die Ewigkeit geschaffen war.

Lewandowskis zweiter Platz ist ein Zeichen für den internationalen Stellenwert der Bundesliga. Rekorde, und mögen sie noch so historisch sein, zählen in einer Liga, die seit nunmehr einem knappen Jahrzehnt bereits vor dem Saisonauftakt entschieden scheint, nicht so sehr. Zu dominant sind die Bayern und zu schwach ist ein Großteil der Gegner.
Lewandowski und die Bayern befinden sich in einem klassischen Dilemma. Ihr Meister-Abo ist die Basis für ihre jährlichen Angriffe auf die Champions League. Doch mit ihrer Dominanz hat sich die Liga auch aus dem Kreis der Top-Ligen verabschiedet. Der wird ohnehin kleiner. Die Premier League überstrahlt alles, danach wird es dünn.

Seit Matthias Sammers Sieg 1996 kam nie ein Bundesliga-Spieler näher an den Titel. Das beweist: Lewandowskis Leistungen wurden international durchaus gesehen. Nur wurden sie halt richtig eingeordnet. Es ist klar: Für die Bayern und Lewandowski ist die Bundesliga zu klein geworden. Die Bayern haben sich gegen die Super League ausgesprochen. Für sie ist die Bundesliga aktuell noch ihre Heimat. Für Lewandowskis Streben nach internationaler Anerkennung aber ist sie längst zu klein geworden. Noch bleiben ihm wenige Jahre, das zu ändern. Mal sehen….


Sinnlose Diskussionen

Man kann zur Zeit in allen Medien verfolgen, wie sich Impfbefürworter und Impfgegner immer aggressiver (noch) verbal bekämpfen und versuchen, die jeweils andere Seite von ihren Ansichten und Argumenten zu überzeugen. Für mich ist das mittlerweile sinnfrei, denn es wird eh nicht gelingen. Mir fehlt da inzwischen auch schlicht die Lust dazu.

Es ist doch verwunderlich, dass sich Menschen wirklich in dem Glauben verrennen, es sei weltweit eine Verschwörung im Gange. Eine Verschwörung aller Staaten weltweit, quer durch alle Kontinente, Staaten, Systemen und Staatsformen. Alleine das sollte einem ja zu Denken geben….

Auch mit den Impfstoffen ist es ja so eine Sache. Langzeitwirkungen sind nicht bekannt, heißt es von Seiten der Impfgegnern. Ist ja auch richtig….aber die sind auch von anderen Impfstoffen wie gegen Masern, Grippe, Malaria und etlichen anderen auch nicht bekannt. Warum nicht? Vielleicht weil es keine gibt? Geschenkt…
Man zieht die Aussagen von den weltweit führenden Virologen, Epidemologen und anderen Experten in Zweifel, lehnt sie einfach ab. Aber die Meinung eines Gallenarztes aus Nigeria zu diesem Thema wird als Gegenargument benutzt. Also mal ehrlich jetzt…

Merkwürdigerweise nehmen die gleichen Leute aber verschriebene Medikamente zu sich, ohne zu wissen wie sich diese (zumal in Wechselwirkung) auf den menschlichen Körper auswirken. Aber da geht es ja auch oft um Urlaubsreisen oder ähnliche wichtige Gründe.

Es war ja schon immer so, dass es Zweifler an allem und jedem gab. Bis heute soll es ja Menschen geben, die glauben das die Erde eine Scheibe ist. Und selbst in dieser sitzen ja irgendwelche Mächte, die Kinderblut trinken und auf ihre Stunde der Erdübernahme warten. Und Bill Gates lässt mit der Impfung Chips implantieren….

Es gäbe so viel weitere Beispiele, in denen sich Menschen für andere merkwürdig verhalten oder absurde Meinungen haben, sei es in der Politik, in der Wirtschaft oder einfach im Miteinander. Natürlich spreche auch ich mal drüber, manchmal auch lautstark, aber im Grunde genommen ist es doch sinnfrei. Ich habe noch nie erlebt, dass solche „Extremdenker“ logischen Argumenten folgen. Kaum dreht man sich um kommen wieder dieselben Thesen. Bei vielen muß man ja nur auf die Seiten bei Facebook, Instagram oder ähnlichen Social Media Seiten gehen, da kann man das ganz gut erkennen was für eine krude Denkweise herrscht.


Gute Nachrichten….

Früher war ja angeblich alles besser. Heute ist alles viel schlechter. Meint man, stimmt wahrscheinlich auch öfters. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Wir bedauern das Artensterben der Tiere. Hat auch stattgefunden, natürlich. Aber wir unterschlagen auch, das allein im vergangenen Jahr 503 neue Tierarten entdeckt worden, seit 1997 über 2400 Arten. Aber halt nicht die großen, eher so die kleineren Tiere. Immerhin!

Um 1800 kämpften 94% der Weltbevölkerung mit extremer Armut, um 1900 waren es noch 82% und 1950 circa 72%. Heute sind es „nur“ noch 9,6%. Das hat unter anderem mit der viel geschmähten Globalisierung zu tun. Die Welt rückt näher zusammen.

Im 18. Jahrhundert betrug die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen gerade mal 40 Jahre, heute ist sie doppelt so hoch. Das Gesundheitswesen leistet Beachtliches, Krebs ist gut therapierbar und 77 Millionen Deutsche sind nicht an Corona erkrankt.

1970 hieß es noch, das Rohstoffe wie z.B. Silber im Jahr wegen der zunehmenden Technologie 2000 knapp werden. Heute schätzt man die Reserven an Silber auf rd 560000 Tonnen. Ein Grund dafür ist die immer handlicher werdende Technik. Ein Smartphon z.B. ersetzt heute mehrere Geräte

Und dies sind nur ein paar Beispiele. Es gibt noch Hunderte, nein, Tausende davon.


Impfgegner werden aus Kanaldeckeln heraus geimpft.

Ich bin es leid! Ich bin es leid, Corona-Diskussionen mit völlig verbohrten Impfgegnern zu führen. Es bringt ja eh nichts, alle Argumente werden mit wirklich dämlichen Aussagen erwidert.

Wie soll man denn vernünftig auf Thesen regieren, in denen der größte Bullshit geäußert wird? Wenn die Bulletins aller weltweit führenden Virologen vor den Gefahren warnen, den Thesen eines Gallenarztes aus der Steppe aber mehr Glauben geschenkt wird.

Nein, es bringt einfach nichts mehr mit Impfgegnern zu diskutieren. Sollen sie sich doch blamieren, sollen doch einige lieber Entwurmungsmittel oder Silberiodid zu sich nehmen. Meine Empathie für diese Menschen hält sich inzwischen in ganz engen Grenzen. Wenn diese Menschen sich um ihre „Freiheit“ bringen wollen, ist es mir völlig gleich. Aber das auch mein Leben deswegen eingeschränkt ist, werde ich niemals akzeptieren.

Ich beginne nun, alle Schwurbler und Querdenker aus meinen Freundeslisten zu streichen, auf ein Treffen mit Euch habe ich schon mal aus Selbstschutz keinen Bock mehr. Und mir ist es ehrlich gesagt sch…egal, wie ihr dann reagiert. Aber verschont mich mit eurem Gelaber. BITTE!